Die CoOpera-Unternehmen wollen direkt in Wertschöpfungszusammenhänge investieren und damit eine nachhaltige Wirtschaft fördern.

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CoOpera Sammelstiftung PUK: Altersvorsorge 2020 Abstimmungshilfe

Wir möchten unseren angeschlossenen Arbeitgebern und Versicherten eine neutrale Information zukommen lassen.

Nachfolgend eine Auflistung der wichtigsten Massnahmen:

  • Erhöhung Referenzalter Frauen auf 65 Jahre
  • Flexibler Rentenbezug in der AHV
  • Zusatzfinanzierung durch Mehrwertsteuer (separater Bundesbeschluss)
  • Senkung des BVG-Mindestumwandlungssatzes
  • Massnahmen im BVG zum Erhalt des Rentenniveaus
  • Ausgleichsmassnahmen in der AHV
  • Verbesserungen der Transparenz im Geschäft der beruflichen Vorsorge der Lebensversicherer
  • Inkrafttreten in zwei Schritten

Quelle: https://www.bsv.admin.ch/bsv/de/home/sozialversicherungen/ahv/reformen-revisionen/altersvorsorge2020/vorlage.html

Die demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen verändern sich, daher muss auch das Rentensystem angepasst werden. Nur so sind die Stabilität des Vorsorgesystems und die Sicherheit der Renten garantiert. Das sollte auch im Interesse der Versicherten der CoOpera Sammelstiftung PUK liegen.

Wie auch immer diese Abstimmung ausgehen wird, eines ist klar: Die Menschen werden immer häufiger 80, 90 oder sogar 100 Jahre alt. Damit verschiebt sich das gesellschaftliche und ökonomische Koordinatensystem grundlegend.

Etwas verwirrend mag sein, dass die Reform die AHV und die berufliche Vorsorge tangiert.

Bei der AHV würde die flexible Pensionierung eingeführt, und zwar für Alter 62 bis 70. Die AHV-Beiträge würden für Arbeitgeber und Arbeitnehmer um je 0.15 %, die Mehrwertsteuer um 0.3 % erhöht.

Für Neurentner der AHV ist eine Erhöhung von 70 Franken monatlich vorgesehen, die maximale Ehepartnerrente würde um 225 Franken monatlich erhöht.

Die Angleichung des Referenzrentenalters für Frauen und Männer auf 65 Jahre und die Erhöhung der Mehrwertsteuer wirken sich positiv auf die AHV aus.

Das Referenzalter 65 für Frauen würde schrittweise eingeführt:

Jahr

Jahrgang

Referenzalter resp. Pensionierungsalter

2018

1954

64 Jahre und 3 Monate

2019

1955

64 Jahre und 6 Monate

2020

1956

64 Jahre und 9 Monate

2021

1957

65 Jahre

Die AHV führt somit eine flexiblere Lösung für die Pensionierung zwischen 62 und 70 Jahre ein. Die berufliche Vorsorge würde ebenfalls an das frühestmögliche Pensionsalter von 62 gebunden, es sei denn, im Vorsorgereglement ist das Referenzalter nicht höher als 65 Jahre. Dann kann die Pensionskasse ihre Versicherten frühestens mit 60 Jahren pensionieren. Das Referenzalter im BVG würde sich weiterhin an der AHV orientieren, also ebenfalls für beide Geschlechter auf 65 Jahre lauten.

Die Senkung des Umwandlungssatzes von heute 6.8 auf 6 Prozent reduziert die systemfremde Umverteilung in der beruflichen Vorsorge und ist ein wichtiger Schritt in Richtung Generationengerechtigkeit. Der Umwandlungssatz ist eine versicherungsmathematische Gleichung und wird am statistisch zu erwartenden Alter gemessen. Hervorzuheben ist, dass es sich um den gesetzlichen Umwandlungssatz handelt, und dass ein Grossteil der Versicherten zusätzlich überobligatorisch versichert ist, wo der gesetzliche Umwandlungssatz im Anrechnungsprinzip angewendet wird. Das heisst: Über die gesamte Versicherung muss mindestens das Minimum eingehalten werden.

Er würde unter Berücksichtigung einer Übergangsgeneration von 20 Jahren gesenkt (Zuschüsse durch Sicherheitsfonds für Versicherte von 45 Jahren und älter).

Mit einer Senkung des Umwandlungssatzes geht eine Senkung der Altersrenten einher (Berechnung der Altersrente im Beitragsprimat: Vorhandenes Altersguthaben im Pensionierungszeitpunkt mal Umwandlungssatz). Um den daraus zwangsläufig tieferen Renten entgegenzuwirken, ist ein Zusatzsparen vorgesehen. Gemäss BVG werden aktuell gestaffelt nach Alter 25 – 34 Jahre 7 %, 35 – 44 Jahre 10 %, 45 – 54 Jahre 15 % und 55 bis 64/65 Jahre 18 % Sparbeiträge des versicherten Lohnes gutgeschrieben. Die Reform sieht eine erhöhte Staffelung von 7/11/16/18 % vor.

Zusätzlich soll die Senkung des Umwandlungssatzes mit der Senkung des Koordinationsabzugs kompensiert werden. Dadurch erhöht sich der versicherte Lohn und somit die Spargutschriften. Der aktuelle Abzug von CHF 24‘675 (oder 7/8 der maximalen AHV-Rente) sollen neu 40 % des Lohnes in Abzug gebracht werden (minimal 14‘100, maximal 21‘150).