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Bank für Mikrokredite mit gesundem Wachstum

Die Genossenschaftsbank Vis Andes wurde vor acht Jahren von 11 engagierten, mutigen Menschen mit der Vision gegründet, Bauern und Kleinunternehmer im Gebiet der Anden von Ecuador mit Mikrofinanzdienstleistungen zu versorgen. Mikrofinanzdienstleistungen sind beispielsweise Mikrokredite, kleine Kreditbeträge. Dies auf dem Hintergrund, dass sich die etablierten Banken immer mehr aus diesem «teuren» Geschäften zurückzogen und der Bergbevölkerung damit die für ihre wirtschaftliche und soziale Entwicklung notwenigen Finanzierungsmöglichkeiten fehlten. Im Mai 2010 öffnete die Bank mit einem Startkapital von CHF 50'000. Die Gründer/innen verstanden sich von Anfang an als missionsgetrieben, aber nichts desto trotz als professionellen Teil der Sozial- und Solidarwirtschaft Ecuadors. Ihr System basierte auf einer gründlichen Prüfung der Gesuche und einem strengen Debitorenmanagement. So gelang es ihr bereits in der Gründungsphase, die Zins- und Darlehensausfälle auf rund 1% zu senken.

Gesundes Wachstum

In der Zwischenzeit konnte sich die Bank in der Region etablieren. Sie wuchs konstant und beschäftigt heute über 70 Mitarbeitende. Das Bilanzvolumen nähert sich CHF 20 Mio. Sie hat einen sehr guten Ruf, weshalb ihr die Aufsichtsbehörden die Erlaubnis gaben (zusammen mit einer anderen Genossenschaftsbank der Region) weiter zu wachsen und andere kleine Genossenschaften zu absorbieren. Auch in Ecuador steigen die Anforderungen an die Banken von Jahr zu Jahr. Kleine Banken sind nicht mehr in der Lage diese Anforderungen zu erfüllen, weshalb die Aufsicht diese schliesst oder die Möglichkeit gibt, in einer grösseren Bank aufzugehen. Für die Vis Andes war das mit dem Vorteil verbunden, dass sie ihren Zweck und ihr Geschäftsmodell weiterhin verbreiten konnte und andererseits zu neuen Filialen kam (die sonst nicht mehr bewilligt wurden) und damit auch in verschiedenen Regionen der Anden aktiv werden konnte. Diese regionale Diversifikation lindert auch die Risiken von Naturkatastrophen (der Vulkan Cotopaxi war in der Zwischenzeit aktiv). Bereits sind fünf Fusionen abgeschlossen, vier weitere stehen im 2018 an. Zusammen mit einer Ausweitung der Kreditmöglichkeiten auf kleine KMU’s auf dem Land und in Marktstädten konnte auch das Kreditportfolio diversifiziert werden. Das Modell ist sehr erfolgreich. Überschüsse werden dazu verwendet, die Zinsen zu senken. Mikrokreditzinse konnten von über 30% zu Beginn auf jetzt rund 20% gesenkt werden, was in der Branche und auch international gesehen für Mikrokredite rekordtief ist. Zudem fördern sie die Mitarbeitenden in vielfältiger Form und setzen sich auch für regionale Kultur- und Gesundheitsanlässe und soziale Projekte ein. So beteiligten sich Bank und Mitarbeitende in vielfältiger Form in der Erdbebenhilfe nach einem starken Erdbeben an der Küste.

Diese Entwicklung war nur möglich, weil Organisationen wie die Coopera Sammelstiftung PUK von Beginn an halfen die Finanzierung der Bank zu sichern. Eine Delegation der Stiftung machte sich vor Ort auch mit dem System bekannt und lässt sich regelmässig über den Geschäftsgang informieren.

Die Bauern und Kleinbetriebe als Kunden sowie die Mitarbeitenden der Bank danken der Coopera für dieses Engagement.

Peter Schmid, Beauftragter Vis Andes in der Schweiz

PS: Die Bank bietet Gästen aus der Schweiz alle drei Jahre die Möglichkeit das Land und die Bank zu besichtigen. Bei Interesse melden sie sich bitte bei Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!, www.visandes.fin.ec

bild kunden bei der ernte

Kunden bei der Ernte

bild kundin auf dem markt

Kundin auf dem Markt

Bilder: © VisAndes